Moabiter zahlte 350 Milliarden Rundfunkbeitrag

Heutzutage beträgt der Rundfunkbeitrag für Radio und Fernseehen 215,76 Euro im Jahr. Das ist für viele zwar zu teuer, aber längst nicht so viel wie vor 84 Jahren. Aufgrund der Inflation musste der Moabiter Wilhelm Kollhoff am 31. Oktober 1923 rund 350 Milliarden Mark für die Genehmigung des privaten Rundfunkempfangs zahlen! Kollhoff betrieb zu dieser Zeit einen Zigarrenladen in der Turmstraße 47 und erhielt nach zweiwöchiger Wartezeit sein Radio und die Rundfunkempfänger-Lizenz Nr. 1 ausgehändigt. Damit gilt er als erster offizieller Rundfunkteilnehmer Deutschlands.
Offenbar hat ihn die Zahlung des Beitrag nicht arm gemacht: Sein Geschäft betrieb er danach noch mehr als 20 Jahre lang.

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3 Kommentare zu Moabiter zahlte 350 Milliarden Rundfunkbeitrag

  1. Michael Hellebrand // 22. Dezember 2016 um 16:59 // Antworten

    Hahaha. Nr.1!
    Gut recherchiert. Nur das Programm damals war wohl bald ein bisschen einseitig.
    Und dessen Sohn baut heute Hochhäuser am Potsdamer Platz, oder?
    Ach ja, die gute, alte Turmstraße…

  2. qUlf
    Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

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