Heute: Das “i”

Die deutsche Schriftsprache kennt 30 Buchstaben, bestehend aus dem lateinischen Alphabet sowie den Umlauten ä, ö, ü und ß. Das ist nicht viel im Verhältnis zu den Chinesen, die haben 87.000 Schriftzeichen. Aber die sind ja auch viel mehr Leute.
Da die deutsche Bevölkerung seit Jahren schrumpft, ist es Zeit, sich auch Gedanken um eine Reduzierung der Zahl der Schriftzeichen zu machen. Zumal der deutsche Wortschatz durch zahlreiche TV-Soups und nachmittägliche Talkshows sowieso ständig sinkt. Auch der Integrationsprozess von Ausländern würde erleichtert, weil sie weniger Buchstaben lernen müssen.

Deshalb wurde jetzt eine Initiative gestartet: Weniger ist mehr. eine Kommission hat beraten, welche Buchstaben durch andere ersetzt werden könnten und welche man sogar komplett streichen kann. Im Ergebnis heißt es, dass das “i” in den meisten Fällen überflüssig ist. Deshalb wird der Duden des kommenden Jahren in vielen Wörtern das i streichen. Wenn man die betreffenden Worte ohne i ausspricht, hören sie sich trotzdem genauso an. Und so soll es schließlich sein.

Hier einige der Wörter, die ab 2019 geändert werden, sprechen Sie sie leise vor sich hin und Sie werden merken, dass man das i darin nicht braucht:
Wrt, Hrse, Hmalaya, Bngo, Frtz, Brlle, hnten, Fnger, Klngel, wrd.
Stmmts?




Wieder Knutwurst im Angebot!

Eigentlich wollte ich heute einen Artikel darüber schreiben, dass im Tierpark mal wieder ein Eisbär geboren wurde. Genau von der Mutter, die letztes Jahr ihr Baby aufgefressen hatte. Dessen Bruder starb danach im Frühjahr – kein Wunder, wer will schon eine Kannibalin als Mutter.
Monatelang gab es nun Gerüchte, dass sie wieder schwanger sei. Anscheinend geht’s im Bärengehege zu wie im Karnickelstall. Und es hat sich bewahrheitet, vorige Woche kam erneut ein Eisbärbaby zur Welt. Und wenn sie es sich nicht wieder zum Mittagessen umfunktioniert, wird die Hypemaschine in den Massenmedien schnell wieder anspringen.
Anlässlich des Neuwurfs habe ich mich also entschlossen, keinen Artikel darüber zu schreiben, sondern einen alten zu nehmen, den ich an dieser Stelle vor 10 ½ Jahren unter dem Titel „So süüüß“ veröffentlicht habe:

Was ist eigentlich passiert? Plötzlich steht ein ganzes Volk Kopf, nur weil im Berliner Zoo ein Eisbär geboren wurde. Und nur, weil es ja sooo süß ist, nehmen es nicht nur die Boulevardzeitungen auf die Titelseite, drucken sogar Poster und und kitzeln den Mutterinstinkt in Millionen deutschen Frauen und Männern. Dabei ist es nicht mal ein Jahr her, als ein weiterer Bär auf ganz andere Art bekannt geworden ist. Der Braunbär Bruno, eingewandert aus der tschechischen Tundra, wurde einfach abgeschossen, nur weil er es gewagt hatte, sich artgerecht zu ernähren: Mit selbst gerissenem Wild, das aber in Deutschland so wild nicht mehr ist. Das hätte das Vieh mit Migrationshintergrund besser vorher wissen sollen, nun ist er tot.
Eisbär Knut jedoch ist nicht nur süß, sondern auch noch weiß, verborgene Rassismen werden hier bedient. Er schaut immer ein bisschen dumm in die Kameras, wie Babys es nun mal tun, eigentlich alles nichts besonderes. Trotzdem wird sein Dasein aufgebauscht und ein paar Wochen nach seiner Geburt wird Geschichte um Geschichte um ihn gesponnen, dass Tierschützer ihn umbringen wollen usw., der BZ ist er in dieser Wochenend-Ausgabe allein neun Artikel wert!

Mitten in den Zeitungsberichten über Knut findet man die Annonce “Das Beste aus und um den Playboy”. Ist es das, was die Menschen erregt? Die Verbindung zwischen Tier und Sex? Und dann noch mit Babys? Sex and Crime hat sich ja schon immer gut verkauft und starb der Bruder dieses Bären nicht kurz nach der Geburt? Völlig neue Erklärungen bieten sich dar. Und in “Welt Online” äußert sich ein Extremtierfreund: “Die täppischen Weißpelze sind die liebsten Gesellen auf der Welt. Ich habe mein Herz an sie verloren. Sowie meine Arme, Beine und das linke Auge.”

Diejenigen, die den Hype nicht gutheißen oder die es äußern, dass sie Knut in erster Linie schmackhaft fänden, werden jedenfalls beschimpft und bedroht, sogar als unmenschlich werden sie gebrandmarkt, als wäre der Bär schon ein menschliches Wesen. Nach dem Besuch des weißen Zottel-Babys gehen die Berliner dann eine Currywurst essen, ohne eine Träne um das Schwein zu vergießen, das dafür sterben musste. Es sind die gleichen Leute, die ihre Hunde in Schutz nehmen, wenn man sich wegen der Tretminen auf dem Bürgersteig beschwert. Widerlichstes, doppelmoralisches Gehabe. Ich will nichts mehr hören von “Knut tut gut” und all den ganzen anderen dummen Sprüchen rund um diesen Eisbären.




Der Kampf um Platz 2

Donald Trumpel hat in den USA viel Erfolg mit seiner Parole “America first” (Amerika zuerst – wobei der damit gar nicht Amerika meint, sondern nur die USA). Das lassen sich die anderen Staaten der Erde natürlich nicht gefallen, auch sie wollen ganz vorn stehen, wenigstens an zweiter Stelle. Und so sind in der vergangenen Tagen zahlreiche Videos veröffentlicht worden, die den Anspruch auf den 2. Platz beanspruchen. Deutschland will damit punkten, dass es mit zwei begonnenen Weltkriegen schon einige Erfahrung hat. Andere nutzen die Gelegenheit, gegen ihre Nachbarn zu stänkern (Norway second, Sweden last). Österreich beansprucht den 2. Platz, weil aus deren Land immerhin ein erfolgreicher Reichskanzler stammte, weil es das größte Land Europa ist und schon vor Jahrhunderten gegen die Moslems gekämpft hat. Die Schweiz weist darauf hin, dass ihre Flagge der Fahne des Ku-Klux-Klan ähnelt und es auch keine Mexikaner im Land gibt. So stellt jedes teilnehmende Land seine Vorzüge heraus. Dass sich Bayern mit einem eigenen Video beteiligt, versteht sich natürlich von selbst. Von Neuseeland über Indien, Europa bis Brasilien nehmen zahlreiche Staaten teil. Darunter auch die “Vereinigten Staaten von Mexiko”.
Zwar bewerben sich auch einige Städte wie Bremen, Bonn oder Berlin, mehr Aussichten auf den Erfolg haben aber vielleicht Hogwarts, Mordor, die DDR oder sogar die Welt. Special guest in der Auflistung ist aber der Mars.

Wer sich letztendlich den Anrecht auf Platz 2 sichern kann, ist noch nicht klar. Hier aber schon  mal einige Bewerbungsvideos:

Deutschland

Österreich

Norwegen

Noch viel mehr:

Schweiz
Bayern
Italien
Dänemark
Portugal
Marocco
Indien
Island
Brasilien
Israel
Mexiko
Spanien
Luxemburg
Kasachstan
Neuseeland
Kroatien
Belgien
Berlin
Brandenburg
Bonn
DDR
Welt
Antarktis
Japan
Polen
Türkei
Mordor
Philippinen
China
Serbien
Muslimische Welt
Syrien
Rumänien
Kosovo
Albanien
Europa
Georgien
Russland
Finnland
Hogwarts
Westeros
Rheinhessen
Worms
Saarland
Heidenheim
Kolumbien
Venedig
Singapur
Hessen
Ukraine
Bremen
Regensburg
Idar-Oberstein
Esperantoland
Mars



Die Flüchtlinge sind schuld!

Jeden Montag laufen aufrechte deutsche Recken durch Mitte und hetzen mit Schaum vor dem Mund gegen Flüchtlinge und Immigranten. Doch nicht nur die Neonazis der Bärgida wollen die Schutzsuchenden aus Deutschland abschieben, der rassistische Bogen zieht sich bis zu Sarah Wagenknecht von der Linkspartei. Dazwischen ist eine Menge hirnlose Masse, die aus einzelnen Straftaten durch Flüchtlinge das Recht ableitet, pauschal gegen alle zu hetzen, die vor Krieg und Folter in unser Land geflohen sind.

Also gut, Berlin Street als Organ der rot-grün-versyfften Gutmenschen gesteht jetzt: Ja, auch diese Website ist Teil der Lügenpresse. Bisher wurden alle Ausländer als lieb, rechtschaffend, intelligent und gutaussehend bezeichnet – wohl wissend, dass ja das genaue Gegenteil der Fall ist. Doch damit ist jetzt Schluss! Ab sofort wird Berlin Street bei der Aufklärung über den wahren Charakter der Flüchtlinge helfen. Jetzt wird aufgezeigt, dass sie für all das Schlechte in unserem stolzen Vaterlande verantwortlich sind. Denn sie wurden von zottelbärtigen Terror-Muselmanen in unser geheiligtes Land geschickt, um hier Angst und Schrecken zu verbreiten. Dabei nutzen sie die Liebe vieler Deutscher aus, einfachen Lösungen, unsinnigen Zusammenhänge und dummen Vorurteilen anzuhängen. Ganz nach dem Motto von CSU, AfD usw: „Was interessieren uns die Fakten.“

Berlin Street beweist nun, dass die Flüchtlinge schuld sind: An der Arbeitslosigkeit in Deutschland, an dem schlechten Wetter, dass das Benzin wieder teurer wird und vermutlich sogar an Helene Fischer. Woran noch, das sehen Sie hier:




“Er hat Jehova gesagt!”

Vergrößern:

Charlie

 




Vorwärts Deutsche, zu den Waffen!

Endlich darf Deutschland wieder in den Krieg ziehen! Im vorigen Jahrhundert gab es ja schon ein paar eher missglückte Versuche. Richtig erfolgreich waren “unsere Jungs” dann erst in Afghanistan, wobei sie dort lieber Zivilisten als Bewaffnete in den Tod schickten.
Heute also hat der Bundestag beschlossen, sich mit Flugzeugen, 1.200 Soldaten und 145 Millionen Euro am Krieg gegen den Terror zu beteiligen. Ausschlaggebend waren die Anschläge vor drei Wochen in Paris, wo muslimische Franzosen wehrlose Passanten ermordeten.
Kriegsministerin Ursula von der Leyen hat deshalb bereits kurz nach der Abstimmung ein Vorauskommando losgeschickt, die ersten Luftschläge werden vermutlich am Samstag erfolgen.

“Wir werden mit aller Härte gegen die Terroristen vorgehen und sie dort treffen, wo sie sich verstecken”, gab die Ministerin bekannt. Zuerst sollen die Banlieues im Norden von Paris bombardiert werden, von wo die meisten der Attentäter des 13. November stammen. Anschließend wird die Bundeswehr die restlichen Vororte besetzen. “Ohne Bodentruppen geht es leider nicht, auch wenn dies vermutlich viele Verluste bedeuten wird”, erklärte unterstützend die Bundeskanzlerin. “Allerdings werden diese Verluste eher auf der gegnerischen Seite anfallen”.

Bedenken der Opposition, dass die französische Regierung eine Bombardierung der Hauptstadt ablehnt, wischt die Kanzlerin vom Tisch: “Wenn die ihre Terroristen nicht unter Kontrolle kriegen, müssen wir das eben machen. Außerdem ist ihre Armee sowieso nicht im Lande, sondern marschiert gerade in Syrien ein. Da haben wir leichtes Spiel. Anders als 1914 oder 1939.”
Also dann, Deutsche: Greift zu den Waffen!




12 Apparate, die die Welt nicht verändern werden

Es gibt Leute, die sich wirklich Gedanken machen um das Wohl ihrer Umwelt und Mitmenschen. Sie entwickeln Ideen und Maschinen, von denen bisher niemand wusste, dass man sie braucht.
12 ApparateNicht ganz ernst gemeint sind die in dem Büchlein “12 Apparate, die die Welt nicht verändern werden” zusammen getragenden und herrlich illustrierten Ideen. Dabei sind dort ganz sinnvoll erscheinende Geräte vorgestellt, wie der Apparat zum Umgehen von Verboten, der zum Begradigen von Wegen oder der Apparat zum Einfärben von Gerüchen. Der Sinn von anderen, wie die Apparate zum Wiegen von Schatten, Messen der Stille oder zum Begradigen von Regenbögen erschließt sich nicht auf dem ersten Blick.
Jeder Vorschlag wird kurz eher philosophisch vorgestellt und ist mit einem Sicherheitshinweis versehen. Man weiß ja nie. Illustriert wurden alle Apparate von Studienrenden der Berliner Akademie für Illustration und Design.

ISBN 978-944858-09-8
9,00 EUR




Die moderne CDU

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
unsere Mitglieder haben abgestimmt und sie haben entschieden: Die meisten sind dagegen, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen. Vor allem die Mehrheit derjenigen, die über 60 Jahre alt sind, haben das grundsätzlich abgelehnt. Und diese Mitglieder können wir schließlich nicht ignorieren. Es sind diejenigen, die noch den guten alten Werten anhängen und die noch ein gesundes Weltbild haben. Homos, Kommunisten, Ausländer und Feministinnen haben in Deutschland schon viel zu viel Macht!

Das Ergebnis unserer Umfrage beweist, dass familiäre Werte für uns nicht nur leere Begriffe sind. Deshalb kämpfen wir künftig auch nicht mehr nur gegen die Schwulen und Lesben, sondern dafür, dass die traditionelle Familie in unserem Vaterland wieder gefördert wird! Jede Familie muss aus Vater und Mutter bestehen und ist verpflichtet, mindestens zwei Kinder zu zeugen. Nach Möglichkeit sollten diese blond sein.

Ehen die nach spätestens drei Jahren noch kinderlos sind werden von Amts wegen geschieden, da sie sowohl dem eigentlichen Zweck der Ehe sowie dem natürlichen deutschen Empfinden entgegen stehen. Steuerersparnisse aus dieser Zeit müssen mit Zinsen nachgezahlt werden. Im nächsten Schritt werden auch die Altlasten entsorgt. Wer diesen Maßnahme bis zum Jahr 2017 nicht selbstständig vollzieht, wird zwangsweise geschieden. Unser aller Bundeskanzlerin hat daher bereits die Scheidung von ihrem bisherigen Ehemann bekannt gegeben, ebenso der Bundespräsident die Trennung von seiner sogenannten “Lebensgefährtin”.

Außerdem wird die Berliner CDU eine Bundesratsinitiative starten, damit vor künftigen Eheschließungen von beiden Partnern positive Fruchtbarkeitstests nachgewiesen werden müssen. Frauen ab 45 dürfen grundsätzlich nicht mehr heiraten, da sie vermutlich keine eigenen Kinder mehr gebären können und deshalb für die traditionelle Ehe nicht geeignet sind. Nach Ansicht unserer Mitglieder hat die Ehe nämlich nichts damit zu tun, dass Menschen sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen wollen, sondern sie ist nur eine Verbindung, um sich wie die Karnickel zu vermehren.

All diese Maßnahmen beziehen sich selbstverständlich nur auf rein deutsche Familien. Schwarzköpfen wird das Kindergeld gestrichen und sie haben auch nur noch Anspruch auf eine Wohnung von jeweils einem Zimmer pro fünf Personen.

Die neue Berliner CDU: Modern, wie schon in den Fünfzigern!




72 Fragen zu Jungfrauen

Es geht aber die Sage um in Kreisen von Moslem-Fundamentalisten, dass derjenige sich 72 Jungfrauen im Paradiese verdienen würde, der auf Erden gottesfürchtig im Kampfe gegen Ungläubige sein Leben gäbe. Nun ja, abgesehen davon, dass damit eher nicht Un-, sondern Andersgläubige gemeint sind, stellen sich zu dieser Behauptung doch viele Fragen. Leider werden diese im Koran nicht wirklich beantwortet. Die Erzählung sagt, dass jeder Mann, der ins Paradies eingelassen wird, “ewige Erektionen erhält und mit 72 Frauen vermählt wird, alle mit libidinösen Sexualorganen”. Dass Männer verheiratet werden mit Jungfrauen “mit groß gewachsenen, schwellenden oder wie Pfirsiche geformten Brüsten”.
Diese eher blumig formulierten Versprechungen geben keine Antworten. Deshalb hier die 72 naheliegendsten Fragen zum Thema 72 Jungfrauen.

1.
Wieso eigentlich Jungfrauen? Es gibt doch vermutlich viele Männer, die sich lieber mit erfahrenen Frauen vergnügen, als mit blutigen Anfängerinnen.

2.
Was, wenn diese Jungfrauen in Wirklichkeit uralte Jungfern sind, die ihr irdisches Leben im Alter von 90 Jahren abgeschlossen haben? Kann man da wirklich noch feurigen sexuellen Eifer erwarten?

3.
Oder wenn es katholische Nonnen sind, die sich Enthaltsamkeit geschworen haben? Dann kann man vielleicht kucken, aber nicht anfassen. Und dass es ausgerechnet im Paradies Nonnen gibt, ist ja nicht unwahrscheinlich. Sicher ist dagegen, dass es sich nicht um Muslima handelt.

4.
Es könnte auch passieren, dass die Jungfrauen noch so jung sind, dass statt Sex eher Windeln wechseln angesagt ist.

5.
Aufgrund falscher Übersetzungen könnte es sich auch um Jungs-Frauen handeln, gemeinhin als Transvestiten bekannt. Das muss ja nicht grundsätzlich schlecht sein, sollte aber vorher abgeklärt werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

6.
Da man auf der Erde von einem leichten Frauenüberschuss ausgeht, ist zu vermuten, dass es im Paradies ähnlich ist. Dann bekommen aber pro Märtyrer je etwa 70 andere Männer keine Frauen ab. Was, wenn die sich dafür an den Glücklichen rächen?

7.
Wer garantiert eigentlich die Jungfräulichkeit der Damen? Möglicherweise haben sie sich ja durch Masturbation zumindest körperlich längst ihrer Jungfräulichkeit entledigt. Bei streng Gläubigen könnte das Probleme geben.

8.
Es stellt sich auch die Frage, ob alle Kämpfer überhaupt Frauen mögen. Wenn von denen welche schwul sind, eignen sich Jungfrauen nicht besonders zur Motivation. Jünger (wie Jesus sie hatte) wären dann schon besser, doch ausgerechnet die gibt bei den Christen, nicht den Moslems. Und ob die Katholiken schwule Moslems bei sich aufnehmen würden, ist unklar.

9.
Oder was, wenn es die Jungrauen sind, die sich nichts aus Männern machen?

10.
Viele Märtyrer stellen sich ja vor, dass sie ins Paradies kommen, wenn sie sich in die Luft sprengen. Was aber, wenn der Körper (bzw. dessen Rest) dann entsprechend aussieht? Dann nutzen einem die 72 Jungrauen auch nicht viel.

11.
Dabei ist die Frage noch völlig ungeklärt, in welchem Aggregatzustand der Held überhaupt ins Paradies gelangt. Bei den Christen z.B. kommt dort nur die Seele hin, nicht aber der Körper. Blöd, wenn die Seele dann den 72 heißen Mädels gegenüber steht (bzw. schwebt), aber keinen Körper hat, um den Damen zu imponieren.

Schon diese ersten 11 Fragen dokumentieren die Komplexität der Problematik. Das wissenschaftliche Magazin Berlin Street wird bestimmt bald auch die übrigen Fragen thematisieren.




Wenigstens “Duden” ist richtig geschrieben”

Kreutzberg, Potzdam – ein Blick in das Werk des Herrn Duden wäre sinnvoll gewesen.




Die dunkle Seite

Es gibt Schallplatten-Cover, die in die Kulturgeschichte eingegangen sind. Etwa die Stones-Platte mit dem Reißverschluss, das Baby auf Nirvanas Nevermind, Deep Purple in Rock oder der Computer von Kraftwerk.

Wer aber hätte sich je Gedanken gemacht über die Rückseite? Nicht die in der Wirklichkeit, sondern die, die man sonst nicht sieht. Man kennt Bruce Springsteens Hintern von “Born in the USA” – aber die Vorderseite…? Was sahen die Beatles zu ihrer Rechten, als sie den berühmten Zebrastreifen auf der Abbey Road überquerten? Oder die Dame mit der blutigen Axt auf Iron Maidens “Killers”?

Ein Mensch namens “Harvezt” hat all die Antworten recherchiert. Auf seiner Flickr-Seite “The Dark Side Of The Covers” hat er sehr eindrucksvoll die dunklen Seiten der Plattencover veröffentlicht.
Wer also schon immer mal wissen wollte, wie David Bowie von hinten aussieht, ist hier richtig: www.flickr.com

The Dark Side Of The Cover

 




Mandela Leben in Lego

Die südafrikanischen Macher dieses Videos haben ein ernstes Anliegen. Sie wollen erreichen, dass die Firma Lego ein Set “Madiba: Freedom Fighter” anbietet.
Wer dafür ist, kann hier mitstimmen: www.legocy.co.za




Polizei als Videokünstler

Ein politisch sicher nicht ganz korrektes Video haben Beamte der 22. und 23. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei gedreht. Da hat einer ihrer Mannen Sex mit einem Taliban, ein Polizist läuft in der Wache in Strapsen herum, ein anderer holt sich im Funkwagen einen runter. An manchen Stellen gehen sich die Beamten auch gegenseitig an die Wäsche, alles sehr homoerotisch. Ich find’s größtenteils lustig, auch wenn die Bild-Zeitung ihre Ausschnitte mit einer Empörung kommentiert, als hätten sie selber niemals (halb)nackte Körper in ihrem Blatt.




IBAN ist erst der Anfang

Hurra, das Leben wird einfacher! Jedenfalls, wenn man den Aussagen der Banken glauben darf. Denn ab dem 1. Februar haben wir nicht mehr einfach nur Kontonummern, sondern die IBAN (“International Bank Ass Numbers”). Die ist zwar mehr als doppelt so lang wie bisher, dafür aber auch unglaublich praktisch. Zumindest, wenn man mal Geld auf ein ausländisches Konto überweisen will. Zwar gehen nur 0,3 Prozent der Überweisungen in Deutschland in ein anderes Land, aber wenigstens für diese Fälle sind die neuen Nummern doch toll. Wenn man natürlich zu den 99,7 Prozent Nörglern gehört, die ja immer was zum Meckern haben, ist man eben selber schuld.

Dabei ist die IBAN erst der Anfang. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, Nummern komplizierter einheitlicher zu gestalten. Telefonnummern sind ein erster guter Ansatz. Statt 7654321 könnte man die auf DE0001349307654321AK unbenennen – mit Prüfzimmer, Sicherheitscode, Namensinitial.

Oder Autokennzeichen: B-CD 1234 ist ja dermaßen irreführend, da fehlt jeglicher Hinweis auf die Automarke, Farbe, Baujahr und den Halter. Künftig also bitte DE-B-99EURVWBL2012MUEL1234, inkl. Prüfziffer.
Oder Schuhe: DE13SCHW-HEHO48 steht für Art, Höhe, Farbe, Prüfziffer und die Größe! Einfach nur 48 wäre zu banal.
Auch Hausnummern sollte man auf diese Art erweitern, damit gleich die genaue Lage auf dem Globus kenntlich wird, inkl. Art des Gebäudes, Höhe, Anzahl der Fenster, durchschnittliche Monatsmiete und Link zu Google Maps.

Selbstverständlich brauchen wir auch neue Ausweisnummern, die neben dem Geburtsdatum, Geschlecht, Augenfarbe, Größe und Gewicht des Inhabers auch die Anzahl der Geschwister, sexuelle Präferenzen und den Beziehungsstatus beinhalten. Plus Prüfziffer.
In vereinheitlichten Postleitzahlen könnte man den Ruf des entsprechenden Stadtteils einbinden, Anzahl der Einwohner und durchschnittliches Alter.

Schön wäre es auch, wenn man den Buslinien neue Nummern zuweisen würde, die gleich Anfahrt- und Zielort angeben. Dazu die Prüfziffer, Anzahl der Sitzplätze, in welchem Minutentakt die Busse fahren, Baujahr der Wagen sowie den durchschnittlichen Vornamen der Busfahrer auf dieser Linie. Dann weiß man schon ganz gut bescheid, wenn man den 123OPLRSE86102011UWE29er Bus nimmt.

Man sieht an diesen Beispielen, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, das Leben zu verbessern und zu vereinheitlichen. Wenn das alles erledigt ist, werden auch die Temperaturangaben geändert, Mindesthaltbarkeitsdaten und natürlich auch die Fußballergebnisse.
Alles wird gut.




Ja, es sind Ferien

…und ich bin anscheinend der Einzige, der nicht weggefahren ist.

Ferien




Heimliche Verkehrberuhigung

Es gibt einen geheimen Plan des Berliner Senats, der hier erstmals öffentlich bekannt gemacht wird. Dabei handelt es sich um die Stilllegung des motorisierten Straßenverkehrs.
Wir erinnern uns: Es gab mal eine Zeit, da galt das Auto als wichtigstes Fortbewegungsmittel der Bürger. Vor 50 Jahren wurden in West-Berlin Autobahnen quer durch Wohngebiete geschlagen, am Alexanderplatz gab es flächendeckenden Abriss historischer Grundrisse, um 6- bis 8-spurige Straßenschneisen zu errichten.
Als Ende der 80er Jahre die Grünen (die damals noch Alternative Liste hießen) mit ans Senatsruder kamen, begann ein Stopp des Autowahnsinns. Auch wenn es heute vereinzelt wieder mal einen Rückfall ins alte Denken gibt, siehe Neubau der A100 von Neukölln nach Treptow.

Insgesamt aber hatten sich diejenigen durchgesetzt, die eine Zurückdrängung des motorisierten Individualverkehrs betreiben. Sie geben den Bussen und Straßenbahnen eine Vorrangschaltung an den Ampeln. Sie lassen Autos auf wichtigen Straßen Tempo 30 fahren, selbst wenn es sich um 6-spurige Hauptstraßen handelt. Woanders werden Kindergräber auf die Fahrbahnmitte gepflanzt, leiche Erhöhungen der Straßendecke. Und vielerlei solcher Aktivitäten mehr. Doch nicht alle Maßnahmen sind so offensichtlich. Unter der Oberfläche werden unter dem Vorwand, den Verkehrsfluss zu verbessern, im gesamten Innenstadtbereich Blockaden errichtet, um ein reibungsloses Fahren zu verhindern. Seit einem Jahr ist die Kreuzung Unter den Linden und Friedrichstraße fast vollständig gesperrt, so dass die armen Touristen zum Laufen gezwungen werden. Die Invalidenstraße, eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, ist seit drei Jahren zwangsweise verkehrberuhigte Zone, dabei in einer Richtung sogar komplett dicht.
Bis vor Kurzem gehörte auch die Tiergartenstraße zu den Opfern, dazu kommen die zahlreichen Überraschungssperrungen, die immer wieder mal aktiviert werden, ohne dass man was dagegen tun kann. Das ist z.B. in der Treskowallee so, dem Tiergartentunnel, der Straße des 17. Juni usw.

Neuster Coup der Verkehrverhinderer ist der Rosenthaler Platz. Seit gestern früh ist er aus sämtlichen Richtungen nur noch durch ein bis zwei Kilometer lange Staus erreichbar. Selbst Busse müssen sich durch die schmale Ackerstraße quälen, weil es keine andere Ausweichmöglichkeit gibt. Parallel dazu wird die Oranienburger zur Sackgasse, sonst macht es ja keinen Spaß.

Aber seien wir ehrlich: All das sind Peanuts gegen das Meisterstück, das unübertroffene Highlight der Entschleunigung in Berlin. Der Hauptpreis geht mit weitem Abstand an die Charlottenstraße in Mitte. Das Stück zwischen Mittelstraße und Unter den Linden ist bereits seit 1997 von vier Spuren auf eine einzige reduziert. Zusätzlich ist die verbliebene Fahrbahndecke etwa so löcherig wie das Hirn einer Schnapsdrossel. 16 Jahre Verkehrsberuhigung – das macht dem Senat niemand so schnell nach!




iPhone taucht nichts

Vor einigen Tagen hat die Firma Apple ihr neues Betriebssystem iOS für das iPhone veröffentlicht. Sofort wurde es von millionen Menschen heruntergeladen und auf das eigene Handy überspielt.
iPhone wasserdichtDumm nur, wer der Werbung glaubte, die bei Twitter aufgetaucht ist. Denn darin ging es genau darum: Die Annonce behauptete, dass das iPhone sogar dann unbeschadet weiter funktioniert, wenn es in Wasser getaucht wird. Angeblich sorge iOS 7 dafür, dass das iPhone bei Kontakt mit Wasser wichtige Komponenten deaktiviert. Das Gerät werde dadurch wasserdicht.
Und wie es eben so ist: Dummheit ist unendlich und so haben es viele Nutzer gleich mal ausprobiert – um sich dann im Netz darüber aufzugeregen, dass ihr Handy nun nicht mehr funktioniere.
Apple freut sich vermutlich darüber, denn sie können dann nicht nur das Betriebssystem, sondern gleich ein neues iPhone verkaufen.

 




Neuer Absehskandal

Nach all den Enthüllungen der vergangenen Monate wundert es niemanden mehr, wenn immer noch weitere Machenschaften der Geheimdienste aufgedeckt werden. NSA, NSU, USA, man verliert ja völlig den Überblick. Manche haben auch das “Vertrauen in den Rechtssaat” verloren, zu denen ich allerdings nicht gehöre. Diesen Prozess habe ich schon seit den 80er Jahren hinter mir.
Trotz all der bekannt gewordenen Skandale ist es bemerkenswert, dass es immer noch Enthüllungen gibt, die einen aus den Latschen hauen. Und das, obwohl man doch den CIA schon vorher nicht als Hort der Rechtsstaatlichkeit oder des Datenschutzes betrachtete.

Die Fakten: Einer unabhängigen Untersuchungskommission ist es gelungen, einen weiteren Abhörskandal aufzudecken. Besser, einen Absehskandal, denn hierbei geht es nicht nur um das gesprochene Wort oder aufgerufene Webseiten – sondern um eine millionenfache optische Ausspähung, allein in Deutschland, und das täglich fast rund um die Uhr.

Wer Kontaktlinsen trägt, kennt die Firma Bausch & Lomb. Es ist eine US-amerikanische Firma, die ihren deutschen Sitz in Berlin-Spandau hat, nicht weiter entfernt von der ehemaligen Kaserne der britischen Alliierten-Armee. Hier war jahrezehntelang auch der englische Geheimdienst stationiert.

Bausch & Lomb stellt hauptsächlich Pflegemittel für Kontaktlinsen her. Dies ist aber nur eine Tarnidentität! Denn was viele nicht wissen: Sie vertreiben auch selber Linsen und da wird es problematisch. Wenn man nämlich mal genauer hinschaut und das gerade bei Geheimdienstlern beliebte Spiel “Wechsel den Buchstaben” mitspielt, offenbart sich der ganze Skandal: Aus “Bausch & Lomb” wird “Lausch & Bomb” und dass diese Bezeichnung besser als jede andere für den CIA spricht, wird jedem einleuchten.

06_lausch

Dafür, dass dies nicht nur eine abwegige Theorie ist, spricht auch, dass die Firma in keinerlei offiziellen Unterlagen des US-Geheimdienstes auftaucht. Natürlich nicht, denn Tarnfirmen werden ja nicht öffentlich gemacht.
Bisher ist nicht bekannt, wie die CIA die millionenfach verkauften Kontaktlinsen mit ihren Kameras bestückt und damit in unzählige Wohnungen und Arbeitsstätten blickt. Dass sie es tut, davon kann man jedoch getrost ausgehen.
Die investigative Website Berlin Street bleibt am Ball!




Mercedes. Sicher.

Das bestehende Anti-Kollisions-System von Mercedes funktioniert. Was wäre aber wenn es schon viel früher entwickelt worden wäre? Was wäre wenn es viel besser funktionieren würde, eine Seele hätte?
Eine kurze Reportage aus dem österreichischen Braunau am Inn, um das Jahr 1900.




Jau, Sommer